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  • Christine von Fragstein

Geschichten des Gelingens in Zeiten von Corona - Virtuelle Storytelling Circles mit Kreativen

Was trägt uns? Was lassen wir los? Was überrascht uns?


Was trägt uns durch diese besondere Zeit?

Das trägt uns: Tief durchatmen. Liebe. Freundschaften. In die Natur gehen. Der Frühling. Die Sonne, die uns wärmt. Familie. Geduld. Stille. Lange Spaziergänge. Fahrradfahren. Jeden Morgen Laufen gehen. Meditation. Yoga. Sinne wachrütteln. Mein Garten. Früh aufstehen, aktiv werden. Freude über die vielen kleinen Dinge, die sonst so alltäglich waren. Mein neues Rennrad. Zeit mit den Kindern. Kontrolle abgeben, sie loslassen und mit Freude ausprobieren lassen.

Ein Glück ist der Grund ein Virus und kein Mensch oder Krieg.

Endlich mal das tun, was ich schon immer wollte. Mich neu erfinden. Neues ausprobieren. Mich auf das Wesentliche und das Neue besinnen, das langsam entstehen darf. Was will ich wirklich? Fenster und Türen, die plötzlich aufgehen.

Postkarten mit Gedichten an meine Mutter schreiben, die im Altenheim ist und die ich gerade nicht besuchen darf. Die Wohnung aufräumen und an alte Träume erinnert werden, die jetzt dran sind. Geschenke und Hilfestellungen von Menschen, von denen ich es nie erwartet hätte. Solidarität bei so vielen um uns rum. Filme gucken. Serien gucken (Appell: gebt uns alternativen filmischen Content – wir brauchen das jetzt). Im Wohnzimmer tanzen. Musik machen. Endlich wird mal Wissenschaftlern zugehört.

Dankbarkeit, dass es uns so gut geht, trotzdem wir gerade beruflich im Stillstand sind. Innerhalb von zwei Tagen Hilfestellung vom Staat auf dem Konto zu haben. Wo gibt es denn so was?

Virtuelle Gespräche mit Freunden aus aller Welt. Gute Begegnungen. Tiefer als sonst. Improvisation, Kreativität. Freude über die Flexibilität, mit der Situation umzugehen. Alles mal anders machen. Routinen verlassen. Was trägt uns: Die Hoffnung, dass danach vieles besser sein wird als vorher mit der Welt.


Was lassen wir los? Welche Überraschungen erleben wir?

Das lassen wir los: Konsum. Stress. Druck. Gewohnte Strukturen. Das übliche Hamsterrad. Kontrolle. Angst. Leistungsdruck. Alle Planungen. Mist, ein ganzes Festivalprogramm. Konzepte. Reisen. Projekt für Projekt. Termin für Termin. Alles ist jetzt entschleunigt, einfacher. Trotzdem kommt ein Flow und die Idee: so will ich immer arbeiten. Das nehme ich danach mit aus dieser Corona-Zeit. Unbedingt.  Lebenskonzepte und neue Definitionen, wie die Dinge sein sollten. 


Das überrascht uns: Viel Raum. Mehr Zeit. Gelassenheit. Kreativität entsteht. Solidarität von Menschen untereinander. In der Gemeinde, in der Stadt. Zusammenhalt und schöne Begegnungen. Zu beobachten, wie viel meine innere Stimme mir zu sagen hat, wenn ich auf sie höre und welche Kreativität da hervorsprudelt. Spontane, ganz intensive Begegnungen. Zu spüren, dass Schönheit (damit meine ich nicht gut aussehen) wichtig ist und eine überwältigende Kraftquelle sein kann.

Wir lernen so viel gerade. Eigentlich müssen wir gar nicht so viel reisen, fliegen. Hey – so vieles geht doch auch virtuell! 

Krise als inspirierende Chance. Zeit, neu und anders zu reflektieren. Womit möchte ich die nächsten Jahre meine Zeit verbringen? Spielerische Leichtfüßigkeit in der Gewissheit: wenn nicht jetzt, wann dann? mal alles anders machen! Hey – wir können uns neu erfinden. 


Was ist das für eine irrsinnig tolle Möglichkeit für unsere Gesellschaft, von unseren kleinen in ganz große Veränderungen zu gehen? Faszination, wie schnell und konsequent wir plötzlich große Dinge verändern können. Verwunderung, wie Menschen bereit sind, sich doch so drastisch einzuschränken.


Das überrascht uns: Zu entdecken, was in Wirklichkeit alles möglich ist. Vielleicht verschieben wir sogar Weihnachten – ha! Wie schnell wir uns auf eine solche Situation einrichten können. Viele spontane Ideen und Einfälle. Zu erleben, zu was wir alle selbst in der Lage sind. 


Die nächsten Circles finden am Mittwoch, 15. und 22. April von 9 - 10 Uhr statt.  Du möchtest dabei sein? Zuhören, Reflektieren, Teilen? PN oder E-Mail an christine@change-animal.com und Du bekommst die Zoom Einladung zugeschickt.

Dank an Martina Grigoleit für die tolle Visualisierung unseres Dialogs. www.martinagrigoleit.de

Dank an die Teilnehmer des Storytelling Circles: Anke Bruns, Clara Dorn, Petra Fischer, Nicole Gante, Lisa Glahn, Sebastian Keilich, Mirjam Leuze, Kathleen Manno, Nikolaj Nikitin, Christiane Oxenfort, Julia Wenzel, Renate Werner, Antonia Wunderlich u.v.m.

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