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  • Christine von Fragstein

Facilitation - wie Sie Ihre Mitarbeiter*innen aktiver einbinden können


Foto: Frank und Patrik Riklin, Atelier für Sonderaufgaben Coco & Chiaro, 2007 Installation im Rathaus St.Gallen (Besprechungszimmer) 2 Papageien, Tisch, Stühle, diverses Büromaterial, Obst

Wertschätzung, Zuhören und Dialog im Team sind zentrale Faktoren für den Erfolg von Führungskräften. Blockaden, Machtspiele, Langeweile, Motivationsprobleme entstehen vor allem dann, wenn Mitarbeiter sich nicht erst genommen fühlen, fremdbestimmt oder sinnentleert ihre Jobs erledigen und das WARUM? des großen Ganzen nicht mehr erkennen.

Facilitation bietet Ansätze, die Knirschen im Getriebe erst nehmen und dafür gemeinsam mit allen Lösungen entwickeln. "facilitare" bedeutet erleichtern, ermuntern, ermutigen, Raum geben und halten. Diese drei Ideen aus der Facilitation wirken direkt und weitreichend:


1. Facilitative Grundannahme #1: Das Wissen liegt im System.

Ihre Mitarbeiter und Teams haben Ideen, was bei einem neuen Vorhaben oder einer Herausforderung sinnvoll wäre. Sie schauen aus einer anderen Richtung auf diese Fragen als Sie. Sie als Führungskraft geben ihnen Raum und Zeit für eine gemeinsame Erkundung und einen Austausch. Dabei dürfen sie auf die kollektive Weisheit ihres Teams vertrauen und sich von den unerwarteten Ideen überraschen lassen, die sich aus dem Perspektivwechsel ergeben.

2. Facilitative Methode #2 - Appreciative Inquiry – Wertschätzende Erkundung.

Die Telekom Deutschland sammelt seit drei Jahren Geschichten des Gelingens: Was läuft gut bei den Mitarbeitern und in ihren Teams? Wann kommen sie in diesen Flow, der sich kaum mehr wie Arbeiten anfühlt? Welche Umstände führen dazu? Sie können diese Erfolgsgeschichten in Ihrem Team sammeln und darauf aufbauen, indem Sie fragen: Was klappt richtig gut? Wovon wollen Ihre Mitarbeiter und ihre Teams mehr? Und schon sprudeln gute Ideen, auf die alle Lust haben. Gut zuhören. Storytelling pur. Macht Spaß. Wirkt Wunder.


3. Facilitativer Dialog #3 Business Circle

Probieren Sie mal ein neues Format für Ihre Team-Meetings aus: den Business Circle. Jede Woche eine Stunde Zeit füreinander. Alle teilen sich die Verantwortung für die Qualität, jede Stimme wird in den Raum geholt. Die Themen, die an diesem Tag anstehen, kommen von selbst - manchmal steht ein Elch im Raum, über den dringend mal gesprochen werden sollte.

Ein Host ist für die Moderation verantwortlich, ein Timekeeper für die Länge der Redebeiträge. Alle gemeinsam achten auf Wertschätzung und Respekt füreinander. Aufmerksames Zuhören, Ausreden lassen. Pausen machen. Fokussieren. Für den dynamischen Flow geschieht alles in einer Kreisform. Probieren Sie es mal aus – es macht einen kolossal großen Unterschied zu den üblichen Meetings.

#Change_Animal #FacilitativeGrundannahmen #Facilitation

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